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Schlagwörter: 'Trachtenschmuck'

  Veröffentlicht am 20.12 2011 von Die Online Redaktion 0 Kommentare  
© C. Schiller - Fotolia.com

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Auch wenn das heute allgemein bekannte Dirndl eher altmodisch und traditionell wirkt, so darf es nicht mit dem historischen Trachtenkleid verwechselt werden. Das Dirndl orientiert sich in seinen Bestandteilen und auch in seinem Design zwar an historischen Trachten, weißt jedoch nicht die spezifischen Merkmale einer Tracht auf.

Tracht und Dirndl verraten viel über die Trägerin

Das traditionelle Trachtenkleid gibt verschiedene Auskünfte über seine Trägerin. So erfährt man über die einzelnen Bestandteile, über die Farben, die Muster und die Stoffe sowie auch über die Accessoires und den Trachtenschmuck zum Beispiel aus welcher Region die Trägerin kommt und teilweise auch welchen sozialen Status sie hat. Das Dirndl hingegen ist in solchen Punkten weniger aufschlussreich. Gleichwohl uns die Schleife der Schürze auch so Einiges über die Trägerin verraten kann – Wird die Schleife rechts gebunden, soll die Trägerin verliebt, verlobt oder verheiratet sein. Bindet sich die Trägerin ihre Schleife auf der linken Seite, so ist sie noch nicht vergeben. Eine vorne gebundene Schleife signalisiert, dass sie Jungfrau ist wohingegen einen hinten gebundenen Schleife ausdrückt, dass die Trägerin Witwe ist. Dieser Brauch ist jedoch modern und nicht auf die historischen Trachten zurückzuführen.

Die traditionelle Tracht ist die Vorlage für das moderne Dirndl

Interessant ist auch, dass das heutige Dirndl in seinen Anfängen vor allem in den Städten großen Anklang fand. Ab etwa 1870/80 setzte es sich in der Oberschicht der Städter, welche gern im Sommer auf das Land fuhren, als leichtes Sommerkleid durch. Nach und nach nahmen auch die Frauen auf dem Land die moderne Variante als erschwingliche Sommermode im Gegensatz zu den kostspieligen Trachtengewändern in Anspruch.

Auch heute noch erfreuen sich beide Arten von Kleidung großer Beliebtheit. Die historische Tracht wird zum Beispiel weiterhin als Kulturgut in Trachten- und Heimatvereinen gepflegt, während sich das modernen Dirndl in der Frauenwelt, unabhängig von Alter oder Herkunft, einen Namen gemacht hat und nicht nur in der Alpenregion gern in der Freizeit oder zu Volksfesten gern getragen wird.

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